Was ist Database Publishing oder Datenbank gestütztes Publizieren?

Grafik Database Publishing

Database Publishing wird meist im Umfeld der datenbankgestützten, automatisierten Medienproduktion als zusammenfassender Begriff genannt. Typische Anwendung ist die Erstellung von Preislisten, Katalogen, aber auch Flyern.

Grundlage für das Database Publishing ist das Vorhandensein von Informationen - egal ob Bild oder Text - in einer strukturierten Datenbank.
Grundsätzlich wird Layout und Inhalt getrennt behandelt und gesteuert. Inhalte werden außerhalb des Layouts bearbeitet und können - falls sie mit einem Layout/Template verknüpft sind - jederzeit automatisch aktualisiert werden.

Vorlagen, s.g. Templates, bestehen aus kleineren „Bausteinen“, in der Regel Bild-, Text- und Tabellenobjekten. In diesen Objekten wird auf Datenbankfelder verwiesen, die als Platzhalter dienen, bis sie mit einem Datensatz verknüpft und mit den Informationen aus der Datenbank gefüllt werden. Je nachdem, wie das Layoutraster aussieht, kann dann von einer manueller Erstellung bis hin zur vollautomatischen Kontext-Generierung gehen.

Die Applikation Indesign wird dabei um Plugins ergänzt, um mit Datenbanken kommunizieren zu können.

Besonders bei umfangreichen Dokumenten mit gleichbleibender Layoutstruktur ergibt sich eine starke Verkürzung der Produktionszeit bei der Layouterstellung.

Ihr Team für Datenbank-gestütztes Publizieren: Laurentius, Carina, Bianca und Vanessa
Interview mit den vier PIM-Profis vom Team Radiust

Bei elfgenpick arbeiten vier Mediendesigner im Bereich Datenbank-gestütztes Publizieren, auch Database Publishing genannt. Im Haus kommt die Lösung „Step“ des skandinavischen Software-Anbieters Stibo Systems zum Einsatz. Die benötigten Lizenzen und Plugins stellt die Firma Würth zur Verfügung. Um eine schnelle Verbindung zu gewährleisten, hat elfgenpick eine Standleitung zwischen dem Kunden in Künzelsau und dem Büro in Augsburg eingerichtet. Wir wollten mehr wissen, was es mit Product Information Systems, kurz PIM, auf sich hat.

Warum sollte ein Kunde vom klassischen - zum datenbankgestützten Layout wechseln?
Ein umfangreiches Druckwerk händisch zu erstellen, kostet viel Zeit und Mühe und bindet eine Menge Ressourcen. Änderungen an Produktdaten sind fehleranfällig, insbesondere wenn mehrere Medien gleichzeitig aktualisiert und abgeglichen werden müssen.
Durch die Einführung von Database Publishing wird der Produktionsprozess erheblich beschleunigt. Unser Kunde pflegt seine Daten nur noch in einem zentralen System. Dies ermöglicht die zentrale Verwaltung und den schnellen Zugriff auf die Daten, einfache Aktualisierung der Inhalte z.B Preisänderungen, automatisierte Prozesse, Ausgabe der Daten für verschiedene Medien (Print und Web). Selbst kreative Layouts können dank Datenbank gestütztem Publizieren wirtschaftlich umgesetzt werden.
Große Unternehmen, wie die Würth Group, müssen sehr komplexe Datenstrukturen in einem System abbilden und setzen deshalb für eine so genannte „Master Data Management-Lösung“ (Step von Stibo-Systems) ein.

Macht Step eigentlich Spaß?
Ja, weil wir uns als Mediengestalter nicht mehr um die Beschaffung der Inhalte kümmern müssen, sondern uns auf den eigentlichen Gestaltungsprozess konzentrieren können. Mühsame Routinearbeiten, wie das Suchen, Einpflegen und Aktualisieren von Texten, Bildern, Tabellen und grafische Elementen bleibt uns so erspart. Außerdem ist die Verantwortlichkeit klar abgegrenzt. Der Kunde ist für den aktuellen Inhalt verantwortlich. Wir gestalten das Layout. Und selbst, wenn sich die Daten (z.B. Preise) in letzter Minute ändern, können wir die betreffenden Daten per „Knopfdruck“ aktualisieren. So bleibt viel Stress erspart. Ich finde auch gut, dass durch stabile Prozesse und optimierte Workflows sehr schnell produziert werden kann.

Wie seht ihr die Entwicklung des Layoutens: Wird es das klassische Layout bald nicht mehr geben?
Das datenbankgestützte Publizieren hat viele Vorteile. Vor allem für Unternehmen, die Ihre Informationen zeitgleich auf verschiedenen Medien (Print und Web) anbieten müssen. Wenn dann noch aktuelle Informationen wie zum Beispiel Preise oder Verfügbarkeit der Ware im Lager in die Publikation, aus einem Warenwirtschaftssystem eingebunden werden müssen, kommen erhebliche Vorteile zum Tragen. Je dynamischer und komplexer der Inhalt, desto empfehlenswerter ist es auf ein PIM System umzusteigen.
Dennoch wird das klassische Layout weiterhin bestehen bleiben, da sich Database Publishing nur für regelmäßig erscheinende und durchgeplante Publikationen eignet.

Ist noch Kapazität für weitere Kunden?
Ja, denn unser Team wächst stetig. Unser Volumen hat sich in den fünf Jahren, seit Bestehen, sehr gut entwickelt. Wir haben mit dem Satz von deutschsprachigen Katalogseiten begonnen, dann kam die monatliche Ausgabe des „Profiexpress“ dazu und seit 2018 sind wir auch für die englischen Katalogseiten unseres Kunden zuständig. Wir konnten viel Erfahrung sammeln und freuen uns auf neue Herausforderungen.

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